TRIDELTA GmbH erhält Supplier Award
Das Hermsdorfer Unternehmen ist spezialisiert auf die Herstellung von Hart- und Weichferrit-Teilen, die insbesondere in der Automobilbranche aber auch in der Elektroindustrie sowie in der Medizintechnik zum Einsatz kommen. Die Tridelta GmbH mit gegenwärtig 170 Beschäftigten zählt sich nach eigenen Angaben als einer der führenden Hersteller von Ferriten. Jährlich verlassen allein 60 Millionen Stück Magnetsegmente sowie über 3000 Tonnen Ferritpulver für die Automobilindustrie das Hermsdorfer Werk. Abnehmer sind neben Continental Temic und Siemens VDO weitere führende Unternehmen wie beispielsweise Rehau. Zum Kundenstamm zählen auch Vogt Electronis, Pierburg oder Aksys und weitere Konzerne. Ferrit findet sich in Wischern, Pumpen, Lüftern, Anlassern oder dem ABS aber auch als Kernmaterial in Spulen und Übertragern von Leistungselektronik wieder. Magnetsysteme kommen beispielsweise in Transportsystemen und magn. Kupplungen zum Einsatz. Die Ferritherstellung sei ein hochkomplizierter Prozess, erklärte Eglmeyer.
Nur durch die jahrzehntelange Erfahrung vieler unserer Mitarbeiter sind wir in der Lage, den Produktionsprozess sicher zu beherrschen.
Eine Vielzahl der bei Tridelta Beschäftigten würden auf eine über 40-jährige Berufserfahrung zurückblicken. Das hohe fachliche Niveau sichere, dass die Produktion im Bereich des Rentablen bleibe. Ältere Arbeitnehmer würden junge Leute an die Seite gestellt, damit diese ihnen ihr Wissen vermitteln könnten. Das Besondere an dem Werkstoff ist, dass es sich um keramische Magnete handelt, die stabil gegen Umwelteinflüsse und hohe Temperaturen sind. Hartferrit wird aus Eisenoxid und Erdalkalien hergestellt. Die Formgebung erfolgt auf 125-Tonnen-Pressen im Magnetfeld, durch Sintern über 1200°C und durch Endbearbeitung mit Diamantschleifscheiben. Große Bedeutung kommt der Endkontrolle zu, sagte Eglmeyer. Durch optische und akustische Bewertung werden die keramischen Magnete auf Risse und Poren untersucht und durch statistische Methoden Fehler analysiert und minimiert. Gerade der hohe Qualitätsstandart sei die beste Standortgarantie für das Hermsdorfer Werk. Trotzdem sucht der Ferrithersteller internationaler Kooperationen auf neuen Märkten.
In Brasilien ist Tridelta ein Joint-Venture mit einem einheimischen Unternehmen eingegangen. Wir wollen den südamerikanischen Markt erschließen, sagte der Marketingchef. Auch Asien sei weiterhin ein Thema.
Die Tridelta GmbH erwirtschaftete mit Hart- und Weichferriten im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 15 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz der Gruppe, zu der auch zwei Tochterfirmen in Dortmund gehören, lag bei 34 Millionen Euro.
Die Unternehmensgruppe arbeitet eng mit Forschungsbereichen der Fachhochschule Jena sowie dem Hermsdorfer Institut für Technische Keramik (HITK) zusammen. Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Ferrite sind neben höherwertigen anisotropen Pulvern u.a. Ferritbauteile für das induktive Kochen.









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